Kenzie Dysli Westernreiten

„unterwegs mit Cowboyhut und Westernsattel“

Das Reiten im Westernstil bedeutet für mich in erster Linie Spaß, Entspannung und Freude. Wie die spanische Doma Vaquera, war das Westernreiten ursprünglich eine rein pragmatische Arbeitsreitweise, bei der die Nützlichkeit und der Einsatz der Pferde bei der täglichen Arbeit auf der Ranch im Vordergrund stand. Doch es ist eine sehr viel lockerere und gelassenere Reitweise, die nicht so viel Versammlung und solch schwierige und kraftaufwändige Lektionen verlangt. Mir bereitet es einfach immer wieder unglaublich viel Freude, im Westernsattel durch die Landschaft zu reiten und das Gefühl von Freiheit und Harmonie zu genießen.

Durch meinen Vater war die altkalifornische Reitweise, die erste, die ich in meiner Kindheit kennengelernt habe, und durch die ich meine ersten Erfahrungen im Sattel machen durfte. Mich beeindruckte schon als Kind besonders die Lässigkeit und Leichtigkeit dieser Art zu reiten. Der gemütliche Westernsattel mit dem großen Horn vermittelt Sicherheit, die feine Kommunikation mit dem Pferd rein über die Gewichtsverlagerung, ganz unabhängig von der Zügelhand, empfand ich als ideal, um einen losgelassenen Sitz und ein Gefühl für das Pferd und seine Bewegungen zu entwickeln.

Das rasante Cutting, die Arbeit mit den Rindern, ist eine Kunst für sich, die besonders talentierte Pferde voraussetzt. Auch wenn ich darin sicherlich lange nicht so gut bin wie mein Bruder Raphael, macht es mir Spaß und ich lerne viel von ihm. Er ist ein wundervoller Lehrer und leitet das Reitprogramm auf unserer Hacienda. Wer einmal selbst bei ihm Unterricht im Westernreiten haben möchte kann sich hier über seine Kurse informieren.

Es inspiriert mich immer wieder, andere Reitweisen auszuprobieren und neue Ideen und Eindrücke zu sammeln. Wenn ich zurückblicke, dann war das Westernreiten für mich eine wunderbare Grundlage und eine ideale Brücke zum freien Reiten ohne Sattel und Zaumzeug. Jedoch fühle ich mich ganz klar in der spanischen Doma Vaquera mehr zuhause, aber geprägt haben mich beide Reitweisen gleichermaßen. Und oft, wenn ich in der Doma Vaquera an einer Lektion arbeite, stelle ich fest, dass es sehr viele Parallelen beider Reitarten gibt. Es gibt aber auch vieles, das ich aufgrund meiner Erfahrung mit der altkalifornischen Westernreitweise, in der Doma Vaquera anders reite oder trainiere, als es vielleicht sonst in Spanien üblich ist.

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